Sonntag, 7. April 2013

[Rezension] Das Schicksal ist ein mieser Verräter - John Green

Titel: Das Schicksal ist ein mieser Verräter
Originaltitel: The Fault In Our Stars
Autor: John Green
Verlag: Carl Hanser
Genre: Young Adult
Format:  Hardcover
Seitenanzahl: 288
Preis: 16,90€
ISBN: 978-3446240094
Erscheinungsdatum: 30. Juli 2012





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Klappentext:
„Krebsbücher sind doof“, sagt die 16-jährige Hazel, die selbst Krebs hat. 
Sie will auf gar keinen Fall bemitleidet werden und kann mit Selbsthilfegruppen nichts anfangen. 
Bis sie in einer Gruppe auf den intelligenten, gut aussehenden und umwerfend schlagfertigen Gus trifft. 
 Der geht offensiv mit seiner Krankheit um. 
Hazel und Gus diskutieren Bücher, hören Musik, sehen Filme und verlieben sich ineinander - trotz ihrer Handicaps und Unerfahrenheit. 
Gus macht Hazels großen Traum wahr: Gemeinsam fliegen sie nach Amsterdam, um dort Peter Van Houten zu treffen, den Autor von Hazels absolutem Lieblingsbuch.

Äußeres Erscheinungsbild:
Ich finde das Cover wirklich schön. Erstaunlicherweise hat es viel mehr Bezug zum Originaltitel, als zu dem Deutschen.
Den Titel finde ich grässlich. Der Originaltitel klingt soviel passender und sogar poetisch.


Im Winter meines siebzehnten Lebensjahrs kam meine Mutter zu dem Schluss, dass ich Depressionen hatte, wahrscheinlich, weil ich kaum das Haus verließ, viel Zeit im Bett verbrachte, immer wieder dasselbe Buch las, wenig aß und einen großen Teil meiner restlichen Zeit damit verbrachte, über den Tod nachzudenken.


Eigene Meinung:
Das war das erste Buch, dass ich jemals von John Green gelesen habe und ich war sofort in das Buch, die Charaktere und Johns Schreibweise verliebt.
Das Hauptthema des Buches ist nicht Krebs. Ja die Krankheit ist wichtig und die Grundlage für alles, aber es geht vielmehr um Hazel und Gus, um ihre Leben, ihre Gefühle und ihre Beziehung zueinander. Es geht nicht um das Aufheitern von krebskranken Kinder, nicht um den positiven Blick in die Zukunft. Es geht um echte Probleme, Sorgen und Nöten ebendieser Kinder.
Jetzt könnte man das Gefühl bekommen, dass das Buch traurig wäre.Ganz im Gegenteil.
Noch nie habe ich während eines Buches so sehr gelacht UND geweint. Es war einfach toll zu lesen.

Die Charaktere strotzen nur so vor Humor. Hazel und Gus sind so wunderbar sarkastisch. (Ich LIEBE Sarkasmus.)
Und auch die Nebencharaktere sind so toll ausgearbeitet und so ganz anders als alle die mir jemals begegnet sind. 
Da ist der beste Freund Isaac, der seine letzten Momente als sehender Mensch mit seiner Freundin mehr als nur ausnutzt und danach so wütend ist, aber seine Situation auch so herrlich meistert, dass ich einfach nicht wusste, ob ich traurig mit ihm mitfühlen sollte oder mich über sein Gesagtes freuen. Ich tat auf alle Fälle beides.
Peter van Houten ist so ein richtiger Stinkstiefel und kann richtig gemein sein. Und dann auch wieder, habe ich immer diesen Schimmer Menschlichkeit aufblitzen sehen und habe mich immer gefragt: Soll ich dich nun hassen oder nicht? Er hat mich immer mal ein bisschen an Haymitch aus Panem erinnert und das kann nur was Gutes sein, denn ich mag Haymitch sehr.

Und dann natürlich die Hauptperson Hazel, eine Kämpferin, auch wenn sie nicht immer Vertrauen in ihr Besserwerden hat und teilweise so richtig patzig wird. Dennoch lässt sie nicht zu, dass die Krankheit auch nur irgendeinen Einfluss auf ihr Leben hat.
Augustus, der seine Lage so schön runterspielt und denn man einfach nur lieben muss. Ich tue es auf alle Fälle und so einem Typen würde ich gerne mal im richtigen Leben begegnen wollen.

Die Liebe zwischen Gus und Hazel ist so wundervoll und einfühlsam geschrieben. Die zwei fühlen sich zwar schon recht früh am Anfang des Buches zueinander hingezogen und dennoch entwickelt sich erst eine Freundschaft der beiden, bevor daraus Ernst wird. Zwischen den Beiden gibt es kein kitschiges Schwüremachen und dergleichen, ihre Beziehung ist herzlich, lustig und offen. 



Fazit:
Ein Buch, dass jeder unbedingt einmal gelesen haben muss. Noch nie war ich so glücklich während des Lesens eines Buches, noch nie so traurig. Die Figuren haben mir am Ende so gefehlt und ich habe mich total leer und traurig gefühlt.
In dem Buch geht es umso viel mehr, als um Krebs. Es geht um Freundschaft, Liebe, das Leben, das Wiederaufstehen wenn man am Boden liegt.
Ein Buch, dass mich noch lange berühren wird und dass mir soviel über das Leben "beigebracht" hat.




Kommentare:

  1. Hast Du dein Layout breiter gemacht? Das passt bei mir nämlich nicht mehr auf den Bildschirm...
    Vielleicht kannst du da irgendwas machen...
    LG Lulu

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  2. Ja hab ich. Ich schau gleich mal. :)

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  3. Das Buch steht auch noch in meinem Regal und nach deiner Rezi möchte ich unbedingt damit anfangen. Auf mich warten aber erst noch 700 Seiten Blutbraut und danach war auch was anderes geplant. Aber dann muss ich es auch mal lesen :)

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    1. Das freut mich. :)
      Oh und Lynn Raven wollte ich auch irgendwann mal lesen. :)
      Viel Spaß damit und ich warte dann gespannt auf deine Rezension. :D

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  4. Mitternacht.....damm, damm, daaaaaaaa!

    Ich schleiche wirklich um das Buch herum. Ich weiß nicht woran das liegt. Irgendwie sind alle sooooo begeistert und, wenn ich dann etwas spektakuläres erwarte, bekomme ich einen
    Tritt in den Hintern. Aber deine Rezi zeigt wirklich, dass vieles dafür spricht.
    Mal gucken ob ich mich wirklich durchringen kann =)

    Kuss, Ally


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    1. Ich denke schon, dass du es lesen solltest.
      Aber ich kann verstehen was du meinst, meine Freundin Judith hat das ganze Gelobe auch nicht verstanden und fand das Buch nur 3 Sterne gut. Ich dafür konnte mit "Die Bücherdiebin" nichts anfangen und sie fand das klasse. (Mir hat sein Schreibstil einfach nciht zugesagt)

      <3

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    2. Jaa, das meine ich, wen ich sage ich kann dem nur 2 sterne geben, denken die anderen Blogger oder Leser:Was ist den nei der kaputt? Dann kann ich nicht sagen, warum ich das Buch so schlecht fand..es lag dann an alle den Rezension und deren Meinung. DIE REZENSIONEN SIND SCHULD, WIRKLICH *LACH*


      Ich hoffe, ich konnte mich irgendwie verständlich Ausdrücken.

      Alles Liebe, Ally

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    3. Ja, manchmal sind Erwartungen einfach viel zu hoch, dass man aufgrund der vielen positiven Rezensionen vielleicht sogar noch schlechter bewertet, als wenn man die nicht gelesen hätte.

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  5. Ach mann,,,ich hab es immer noch nicht gelesen...noch nicht mal gekauft...hab so Angst das es mich runterzieht.... trotzdem eine tolle Rezi ! Irgendwann trau ich mich...vielleicht... :D

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    1. Es ist total traurig, aber gleichzeitig auch lustig. Ich habe gelacht und geweint (auch gleizeitig).
      Es hat mich natürlich sehr nachdenklich gestimmt, aber es ist einfach zu schön.

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  6. Oh ja, Im Laufe des Lesens wurde mir immer wieder gezeigt, dass das Leben nicht immer hart sein kann. Mir wurde gezeigt, dass man durch eine schwer zu heilende Krankheit ein Kämpfer wird. Ich fand es großartig, wie John Green besonders das Leben der beiden dargestellt hat. ich liebe das Buch!!!

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    1. Ich auch. *_*
      Solche Bücher sind eine echte Seltenheit, die einem zeigen, das Tod nicht gleich todtraurig bedeutet.

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  7. Sophie,
    Ich habe mir diese Rezension als erste rausgesucht, weil ich dieses Buch liebe und DANKE. Du hast genau das gesagt, was ich mir auch gedacht habe.
    xx, Nadja

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Hallo.
Ich freue mich immer wie Bolle wenn ich Kommentare bekomme, also gebt euch 'nen Ruck und kommentiert.
Alles Liebe, Sophie