Sonntag, 28. April 2013

[Rezension] Die Insel der besonderen Kinder - Ransom Riggs

Titel: Die Insel der besonderen Kinder
Originaltitel: Miss Peregrine's Home for Peculiar Children
Autor: Ransom Riggs
Buchreihe: Band 1
Verlag: Knaur
Genre: Fantasy, Mystery
Format:  Hardcover
Seitenanzahl: 416
Preis: 16,99€
ISBN: 978-3426283684
Erscheinungsdatum: 02.November 2011 





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Klappentext:
Die Insel. Die Kinder. Das Grauen. Bist Du bereit für dieses Abenteuer? 
Manche Großväter lesen ihren Enkeln Märchen vor – doch was Jacob von seinem hörte, war etwas ganz, ganz anderes: Abraham erzählte ihm von einer Insel, auf der merkwürdige Kinder mit besonderen Fähigkeiten leben – und von den Monstern, die auf der Suche nach ihnen sind. Inzwischen ist Jacob ein Teenager und glaubt nicht mehr an die wunderbaren Schauergeschichten. Bis zu jenem Tag, an dem sein Großvater unter mysteriösen Umständen stirbt …

Äußeres Erscheinungsbild:
Alles Äußerliche an diesem Buch ist einfach toll. Das Cover wurde beibehalten und ist wunderschön. Das schwebende Mädchen ist eines der Bilder aus dem Buch und wurde in der deutschen Ausgabe noch grünlich gemacht. Das Bild wirkt spannend und mystisch zugleich, es lässt erahnen, dass faszinierende und auch gruselige Dinge passieren werden.
Wenn man das Buch aufschlägt ist es in braunen Tönen gehalten und mit den vielen alten Bildern wirkt es fast wie ein altes Fotoalbum. Sie sind wundersam und manchmal auch verstörend. Die Bilder und das braune Layout geben dem ganzen so einen Vintagetouch, was ich sehr schön finde.
Den Titel finde ich gut, aber im Original ist er besser. Bei Insel habe ich mit einer ganzen INSEL mit besonderen Kindern gerechnet, aber das stimmt ja so nicht. Es handelt sich ja nicht wirklich um eine (einsame) Insel, auf der nur diese speziellen Kinder leben. Miss Peregrines zu Hause für besondere/merkwürdige Kinder, klingt schon passender.


Gerade als ich mich an den Gedanken zu gewöhnen begann, dass dieses Leben keine großen Abenteuer für mich bereithalten würde, geschah etwas Seltsames.


Eigene Meinung:
Das Buch beginnt mit einem großen Knall und man wird sofort mit gruseligen Dingen konfrontiert. Die Handlung beginnt mit dem Vorher (Prolog) für Jacob und wird dann im ersten Kapitel mit dem Nachher weitergeführt. Jacobs Leben wird in diesem Prolog völlig aus der Bahn geworfen, als er seinen Opa sterben sieht und er sich mysteriösen, blutrünstigen Kreaturen auseinander setzen muss. Doch sind diese nur eingebildet? Im Verarbeitungsprozess begibt er sich mit seinem Vater auf die Insel, auf welche sein Großvater vor den Juden im 2.Weltkrieg floh und von der er seinem Enkel so viel erzählt hat.

Das Buch besteht aus 11 Kapiteln, doch aufgrund der Tatsache, dass Riggs Schreibweise sehr spannend und auch (passend) blutig und/oder gruselig, und gleichzeitig faszinierend ist, liest sich das Buch ganz schnell weg. Die Bilder lockern das Ganze auch auf. Ransom Riggs schreibt doch recht detailliert die grausamen und blutigen Szenerien und ich bin im dankbar dafür. Dadurch wird das Mysterium rund um die Kinder nur noch spannender und die Horrorelemente sind gekonnt eingesetzt.

Die Idee von dem Buch finde ich einmalig. Bis heute habe ich das Thema Zeitreisen und Zeitschleifen noch nie so umgesetzt erlebt, vor allem wenn man bedenkt, dass das Buch "schon" aus dem Jahre 2011 ist.
Das Buch spielt in der Gegenwart und beeinhaltet Fantasyelemente, ist jedoch nicht zu abgedreht und merkwürdig. Ich konnte mich fast die ganze Zeit damit anfreunden, dass es sowas tatsächlich geben könnte.

Ich lese nur sehr selten Bücher mit männlichen Hauptcharakteren. Jacob ist ein wirklich toller Protagonist. Er wirkt recht reif und versucht mit dem Tod des Opas doch recht erwachsen umzugehen. Zudem ist er mutig und will unbedingt, dem Geheimnis seines Großvaters auf die Spur kommen. Seine Entwicklung ist stetig spürbar und er wird sogar noch erwachsener, verliert jedoch nie seinen Humor. Er bleibt bodenständig und hat keinerlei Teenager-Allüren.
Emma ging neben Jacob etwas unter. Ich habe sehr mit ihr und ihrem Erlebten gelitten, bin mir aber noch nicht so sicher, was ich von ihrer Zuneigung zu Jacob halten soll.
Auch die anderen Kinder fand ich faszinierend, jedoch sind mir die meisten auch zu blass geblieben, wo ich doch so gerne mehr über sie erfahren hätte.
Auch aus Miss Peregrine bin ich nicht immer schlau geworden. Ihre Art, "ihre" Kinder zu beschützen fand ich herzerwärmend und gruselig zugleich. Ihre Absichten blieben doch sehr im Verborgenen.

Auch das Ende fand ich sehr schade. Die Spannungskurve war mir zu sehr an den Anfang geschoben, danach flaute das ganze doch sehr ab.
Es ist zwar ein zweiter Teil in Arbeit, doch dass dieser erst 2014 auf Englisch erscheint finde ich doch recht ernüchternd (vor allem nachdem Band 1 bereits 2011 erschienen ist).

Positiv zu erwähnen ist noch, dass ich herausgefunden habe, dass Tim Burton (mein absoluter Lieblingsfilmemacher) bei der Verfilumung Regisseur sein wird. Das freut mich ungemein, denn ich könnte mir keinen besseren für diesen Film vorstellen. Er ist einfach ein Meister für alles Verdrehte, Düstere, Schaurig-Schöne. Das kann nur gut werden.


Fazit:
Ein schaurig-schöner Roman, der mich mit seiner besonderen Art und dem wunderbaren Hauptcharakter in eine gruselige und düstere Geschichte entführen konnte, jedoch bei dem Spannungsbogen und den anderen Charakteren nicht ganz überzeugen konnte.
Ich freue mich sehr auf Band 2 (wenn er denn mal erscheint).

Kommentare:

  1. Erst 2014?! *FAIL*

    Ich fand das Buch ganz o.k. man wurde richtig hineingezogen. Besonders ans Herz gewachsen ist mir das kleine, schwebende Mädchen :D

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    1. Ja, das habe ich so gefunden. Zwar Januar 2014, aber das hat mir so das Gefühl gegeben, dass nur eine Forsetzung geschrieben wird, weil das Band 1 Erfolg hatte und nicht weil sie nötig ist. :)
      Oh die fand ich auch schnuckelig.

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  2. ach .eines meiner Lieblingsbücher ...tolle Rezi !

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Hallo.
Ich freue mich immer wie Bolle wenn ich Kommentare bekomme, also gebt euch 'nen Ruck und kommentiert.
Alles Liebe, Sophie