Sonntag, 10. November 2013

[Rezension] Das Leben, Zimmer 18 und Du - Nancy Salchow


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"Manchmal braucht es nur einen Blick, um das Schicksal zu sehen, nur ein Wort, um es zu verstehen – und nur ein Herz, um ihm zu folgen. Ich habe von Anfang an gewusst, dass du es bist." Es ist die Suche nach dem Sinn des Lebens, die zwei Menschen auf wundersame Weise zueinander führt. Ein Weg, der schwer ist und doch nicht klarer sein könnte. Nancy Salchow verarbeitet in diesem Werk ihre eigene Geschichte, eine fast schon magische Begegnung, den Weg heraus aus dem Burnout und der Depression – und die Erkenntnis, dass das hellste Licht manchmal erst dann sichtbar wird, wenn man die Dunkelheit gesehen hat. Das hellste Licht von allen: Die Liebe.
(Quelle: Amazon


Das Cover ist wunderschön. Es spiegelt sehr gut die starken Kontraste in der Krankheit Depression wieder. Es gibt nur Schwarz und Weiß, keine Grauzonen. Die pinken Highlights scheinen ein bisschen die Hoffnungsstreifen zu zeigen.
Jedes einzelne Wort im Titel passt zu der Geschichte von Nancy Salchow und macht ihn somit zu etwas ganz Besonderem.







Dieses Buch hat mich von Anfang an angesprochen. Nicht nur das wunderschöne Cover und der tiefschürfende Titel haben meine Aufmerksamkeit erregt, vor allem der Inhalt hat es mir von Anfang an angetan.
Ich bin zwar sonst nicht so der Fan von Autobiographien, aber zu einer Autobiographie, die das Thema Depression thematisiert konnte ich nicht nein sagen.
Lange habe ich nach einem guten Buch gesucht, in dem Depressionen das Hauptthema sind. 
Da ich selbst seit Jahren mit Depressionen zu kämpfen habe, wollte ich gerne einmal ein Buch zu diesem Thema lesen von einem Menschen, der selbst betroffen ist.

Ich werde auch noch einen Post machen, zu meiner Krankheit ganz explizit.

Nun wird nicht wirklich eine Rezension folgen sondern ein paar Leseeindrücke von mir. Bitte versteht auch, dass ich mich nicht im Recht sehe eine so persönliche Geschichte, wie die von Nancy Salchow zu bewerten. Aus diesem Grund wird keine Bewertung mit meinen Herzen folgen.


 All diese Gefühle, die Nancy im Buch beschreibt habe ich so auch erlebt.
Es ist wirklich unheimlich, wie unterschiedlich Menschen und Schicksale doch sein können und wie ähnlich unsere Krankheit dennoch ist.
Durch die Gegenwarts- und Zukunftsperspektive habe ich mich direkt angesprochen gefühlt und ich habe meinen Weg in deine Geschichte sehr schnell gefunden.


Ich kann der Autorin nur vollends zustimmen: Reden ist die einzig wahre Therapie. Als ich mir eingestanden habe, dass ich krank bin und angefangen habe darüber zu reden - das war der Beginn meiner Heilung, denn jetzt wollte ich gesund werden.
Auch ich hatte Sprüche, dir mir Mut und Kraft gegeben haben. "Everything will be okay, if it's not okay, it's not the end" war auch einer davon.
"Live.Laugh.Love" ein anderes. Love ist nun auf meinem rechten Handgelenk (auf der Herzseite), Live auf dem rechen Handgelenk (bin Rechtshänder und sehe es so ständig) und Laugh ist in meinem Nacken (in der Nähe von meinem Mund). Die Bedeutung von Live und Laugh brauche ich anderen Betroffenen sicher nicht erklären. Bei Love ging es mir auch eher darum, die Liebe zu mir selbst wieder zu finden und mich so zu akzeptieren, wie ich bin - und das habe ich geschafft.
Auch "Dance like no one's listening, love like you've never been hurt, dance like nobody's watching, and live like its heaven on earth.” und "Be yourself, because everyone else is already taken" haben mir sehr geholfen wieder zu mir selbst zu finden und wieder Selbstbewertgefühl aufzubauen.
Ich bin auf dem richtigen Weg.

 "Wir sind stark, weil wir uns eingestehen auch mal schwach zu sein!"
Mehr möchte ich zu diesem Abschnitt nicht sagen, denn dein Leben scheint ja in eine ganz andere Richtung gegangen zu sein. Und ich hätte gar nicht das Recht dazu, meine Meinung dazu zu äußern.
Aber ich bewundere deine Stärke und auch die deiner Familie.

 Ich kann mich charakterlich sehr gut mit Nancy Salchow identifizieren. Erschreckend wie of ich Gemeinsamkeiten gefunden habe. Ich hoffe sehr, dass ich eines Tages jemanden finde wie sie, denn bis heute habe ich aufgrund meiner Vergangenheit Vetrauens- und Verlustängste. Aber das gibt mir die Hoffnung, dass ich auch irgendwann den passenden Deckel finde.
(Hach, was rede ich da. Ich bin erst 19, aber halt total "unerfahren". Habe ich habe halt gelernt, dass es für mich persönlich erstmal wichtiger ist wieder richtig gesund zu werden und mich auf zu konzentrieren, als einen Partner in mein Leben zu lassen.)


 Ein Buch und eine Frau mit denen ich mich sehr stark identifizieren konnte.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der einmal lesen möchte, was in den Köpfen eines Depressiven vor sich geht: egal ob selbst betroffen oder ob man mit einem Depressiven bekannt ist oder einfach nur Interesse an der Thematik hat.
Selten habe ich etwas so tiefgründiges gelesen, dass mich so angesprochen hat.

Und eins weiß ich ganz genau! Wir sind nicht allein!

Link zu meinem Depressionspost: *klick*

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Alles Liebe, Sophie