Montag, 18. November 2013

[Rezension] Sommer der Träume - Olaf Hauke

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Amelie will sie nur eines: ihr altes Leben als gefallenes Popsternchen hinter sich lassen. Deshalb geht sie in ihr Heimatdorf zurück. Doch da erhält sie eine zweite Chance und das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn in der Fernsehshow »Die zweite Chance« soll Amelie noch einmal ganz groß herauskommen. Dabei will sie mit der unbarmherzigen Welt des Showgeschäfts nichts mehr zu tun haben – zu hoch war der Preis, den sie für den kurzen Erfolg als One-Hit-Wonder bezahlen musste. Aber davon möchte Karl, ihr Manager, nichts wissen. Amelie soll wieder auf die Bühne! Hin- und hergerissen zwischen ihrer Liebe zu dem attraktiven Tischler Tobias und der verlockenden Glitzerwelt trifft Amelie eine folgenschwere Entscheidung.
(Quelle: instant)





Ich liebe das Cover! Es strahlt absolut perfekt die Atmospähre des Buches aus.
Auch der Titel hätte nicht besser gewählt werden können.







Die Idee finde ich sehr ungewöhnlich und vor allem interessant.
Castingshows haben einen festen Bestandteil in unserer Gesellschaft und ich fand es spannend zu sehen, wie es tatsächlich hinter den Kulissen aussehen könnte. Auch fand ich es spannend zu sehen, wie sich Castingshow und Landleben miteinander vereinbaren lassen.

Mit der Handlung im Buch wirft Olaf Hauke einen kritischen Blick auf die ach-so-tollen Talentshows. Schritt für Schritt begleitet der Leser Amelie auf ihrem Weg weg von der Bühne zurück aufs Land und dann wieder in die ihr so verhasste künstliche Medienwelt. Ich konnte mich gut in Amelies verschiedene Lebensperspektiven hineinversetzen und habe ich an ihrer Seite sehr wohl gefühlt.

Den Schreibstil empfand ich am Anfang als etwas abgehackt und gestelzt. Mit der Zeit konnte ich mich damit besser anfreunden und ich wusste ganz genau, wann ich auch mal getrost ein paar Zeilen überfliegen kann.

Amelie muss man einfach mögen. Sie ist einfach echt. Sie vestellt sich nicht und lässt sich nicht unterkriegen. Eine sehr symphatische junge Frau, die schon viele Tiefschläge hatte, sich aber immer wieder aufrappeln konnte.
Auch jeder der anderen Nebencharaktere war wunderbar ausgearbeitet und egal ob der "böse" Medienheini, die "beste" Freundin, der abgehalfterte Rockstar oder der Love-Interest. Ich mochte jeden auf seine spezielle Art- und Weise. Der Autor hat gekonnt mit verschiedenen Klischees gespielt und dennoch wurde es nie langweilig.

Die Beziehung entwickelt sich langsam und das langsame Annähern (auf emotionaler Basis) war gut nachvollziehbar. Ich finde es auch sehr gut, dass die Beziehung am Anfang doch noch sehr verletzlich war und einiges abkönnen müsste.

Das Ende fand ich sehr schön und ich bin vollkommen zufrieden mit ihm. Ich bin froh, dass Amelie endlich ihren Platz im Leben gefunden hat.







Ein wunderschönes Buch, dass sehr gut aufgezeigt hat, dass nicht alles Gold ist was glänzt. Eine sympathische Protagonistin, die lernt mit beiden Beinen fest auf dem Boden zu stehen hat das Buch zu einer wunderbaren Lektüre gemacht. Wer will nach dem Buch denn noch an einer Castinshow teilnehmen? ;D

Kommentare:

  1. Vielen Dank für die freundlichen Worte ... natürlich würde mich brennend interessieren, wie sich Bolle so freut :-)

    Liebe Grüße von Olaf

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  2. Tolle rezi :) wieder ein neues Buch auf meiner meterlangen Wunschliste :)
    http://bowsandfairytales.blogspot.de

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Hallo.
Ich freue mich immer wie Bolle wenn ich Kommentare bekomme, also gebt euch 'nen Ruck und kommentiert.
Alles Liebe, Sophie