Sonntag, 1. Dezember 2013

[Rezension] Märchenlust - Luisa Grimaldi

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Das gar nicht so brave Dornröschen hat der Prophezeiung keinen Glauben schenken wollen und muss nun wach geküsst werden, doch nicht nur ein Prinz findet sie schlafend. Hingegen ist die tugendhafte Rapunzel Opfer einer Entführung – in den Turm wird sie aber nicht von einer bösen Zauberin gesperrt, sondern vom ärgsten Feind ihres Vaters. Schneewittchen flieht vor der Grausamkeit ihrer Stiefmutter und muss sich als Magd verdingen – dies auf einem Schiff, das gewiss nicht unter der Flagge der sieben Zwerge segelt. Die tüchtige Aschenputtel erliegt dem Charme ihres Prinzen noch vor der Hochzeitsnacht, glaubt sie auch, sich in einen Narren verliebt zu haben. König Drosselbart hat sehr viel Humor und ist zudem ein guter Schauspieler, weshalb ihn die gemeinen Worte der eigentlich tieftraurigen Prinzessin zu einer List greifen lassen. Der Froschkönig wiederum lässt sich die leeren Versprechungen seiner Auserwählten teuer bezahlen und ist mit einem einfachen Wurf gegen die Wand ganz sicher nicht von der Dunkelheit in seiner Seele zu befreien.
(Quelle: Elysion)






Ist das Cover nicht unglaublich schön? Ich denke, dass ist eines meiner Lieblingscover diesen Jahres. Es straht einfach ganz wunderbar die Sinnlichkeit des Buches wieder und gleichzeitig auch den prinzesinnenhaften Touch.
Einen besseren Titel hätte es für das Buch gar nicht geben können.







1.Geschichte: Dornröschen
Ich mag die phantasievolle Schreibweise. Ich konnte mir die Märchenwelt wunderbar vorstellen. Ruckzuck hatte ich die erste Geschichte durch.

Am Anfang der Geschichte war ich noch nicht so ganz überzeigt, dass schien mir noch ein bisschen oberflächlich zu sein. Sobald aber Gabriel ins Spiel kam kam auch ein bisschen Spannung auf. Ich finde es toll, dass Rosa sehr selbstständig denkt und sich nicht nur mit ein paar Bettgeschichten abspeisen lässt. Ich mag es, dass sie letzendlich Liebe von Gabriel haben will.
Aufgrund von Gabriels "groben" Verhaltens hat mir Edward besser gefallen.
Die Szene im Turm kam mir aber ein bisschen zu kurz. :(
Die erotische Schlusszene fand ich vom Unfang her außreichend, die Geschichte an sich ist ja auch nicht so lang.


2.Geschichte: König Drosselbart
Die Geschichte hat mir besser gefallen als die erste.
Ich fand die Charaktere klasse. Neo ist ein spannender Charakter und scheint mir ein kleiner Schelm zu sein.
Bei Mia war ja von Anfang an klar, dass da mehr hinter ihrer oberflächlichen Schale stecken muss. Ich hätte gerne mehr über diese Vergangenheit und ihren Schmerz erfahren. Ich glaube, sie wäre eine gute Prota in einem Roman, da sie eine Hintergrundgeschichte hat und sehr tiefgründig zu sein scheint.
Die Annäherung zwischen Neo und Mia geht step-by-step vonstatten und ist absolut nachvollziehbar.
Die Gay-Erotik Szene fand ich auch sehr toll und natürlich auch die "Peepshow" durch Mia. Nur die Tatsache, dass die drei Männer Mia quasi "vergewaltigen" (es geschah ja ohne ihre direkte Einverständniserklärung) hat mir ein bisschen aufgestoßen, auch wenn diese Szene sehr ansprechend beschrieben war.
(Ich bin aber scheinbar die Einzige, die das so empfunden hat.)


3.Geschichte: Schneewittchen
Also mir hat die Geschichte an sich auch sehr gut gefallen.
Die Charaktere waren allesamt liebenswürdig und wunderbar ausgearbeitet.
Besonders die Erotikszenen waren wunderbar. ;D
Und ja, die Kampfszene war eindeutig etwas knapp im Inhalt vertreten, aber das ist verständlich bei dem Umfang der Kurzgeschichte.
Leider hat mir die Entfernung vom Original nicht so sehr zugesagt. Als Eigenständige Geschichte: okay. Aber ich finde es schon sehr gewagt dass hier noch Schneewitchen zu nennen. ;D


4.Geschichte: Aschenputtel
Also das ist eindeutig mein Lieblingsmärchen.
Ich finde es gut, dass es hier etwas romantischer zur Sache ging. Es war gut mal Zwischendurch "Luft zu holen".
Auch ich fand das Namensquiz unheimlich süß und ich habe selbst mitgerätselt (bin zu meiner Schande aber nicht auf das Ergebnis gekommen.)
Remus ist ein Schnuckel. Den würde ich sofort nehmen.


5.Geschichte: Der Froschkönig
Ich mochte das Märchen auch sehr.
Am Anfang fand ich Solitaire zwar auch noch etwas arrogant, doch mit der "Entführung" habe ich angefangen sie zu mögen.
Valentin, als gepeinigten "bösen" Prota fand ich sehr anziehend. So mag ich meine Männer. ;D
Die SM-Szenen fand ich gut.
Auch hier bist du doch ein bisschen vom Märchen weg, aber hier hat es mich komischerweise nicht gestört. Das liegt wahrscheinlich einfach daran, dass Schneewittchen mein Lieblingsmärchen ist (in der Kindheit und auch jetzt) und ich dem Froschkönig nie wirklich Beachtung geschenkt habe (bis auf ein-, zweimal vorgelesen bekommen).


6.Geschichte: Rapunzel
Ich fand deine Interpretation des Märchens sehr gut. Auch hier hat es mich nicht gestört, dass es nicht die böse "Mutter" war, sondern ein Kerl. Ich glaube, da ist die Disneyverfilmung schuld daran, dass mich die Änderung nicht stört, die hat das Märchen einfach zu sehr abgeändert (und ich liebe den Film trotzdem).
Ich fand die Geschichte sehr unterhaltsam und auch recht süß. Ich denke in dieser Geschichte ist weniger mal mehr. :)
Rapunzel ist einfach die Art von Prota, die ich mag. Einfach nur sympathisch. Mich hat es weniger gestört, dass sie etwas burschikos ist: solche Mädels muss es auch geben. Ihr Charakter hat das doppelt und dreifach wieder wett gemacht.
Auch ich mag den Vater nicht, aber das dürfte dich eigentlich nicht überraschen, das wolltest du sicher so. ;D




Das Buch dürfte eigentlich für jede Art von Geschmack etwas bereithalten. Mal geht es mehr, mal weniger zur Sache.
Viele verschiedene Charaktere machen es einem einfach schnell sein Lieblingsmärchen zu finden.
Bei mir persönlich sind besonders "König Drosselbart" und "Aschenputtel" und "Rapunzel" hängen geblieben.

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