Donnerstag, 18. August 2016

[Rezension] Ghost. Verflucht 1.1 - Caroline G. Brinkmann




Elenora Dumont flüchtet sich gerne in fiktive Welten, um ihrem tristen Alltag zu entkommen. Niemals hätte sie für möglich gehalten, dass Übernatürliches tatsächlich existiert.
Doch dann bekommt sie unerwartet Besuch. Ausgerechnet Tante Gitty, die sich schon vor Jahren zu Tode getrunken hat, zeigt Elenora, welche unglaublichen Fähigkeiten in ihr schlummern.
Ihre Eltern haben eine eigene Theorie über den Zustand ihr Tochter: Geisteskrankheit. Doch die Toten sind nicht Elenoras einzige Sorge, denn auch Lebende machen Jagd auf Menschen mit besonderen Fähigkeiten, und sie haben Elenora bereits im Visier.
(Quelle: Papierverzierer)
 Mit Ghost begibt sich der Leser wohl in die bisher düsterste Welt der Aurora Heldinnen. Und ich als Liebhaber von düsteren und gruseligen Geschichten habe sofort Gefallen daran gefunden. 
"Verflucht" beginnt in der Unterwelt. Diese ist quasi der Schwarzmarkt von Elenoras Heimatstadt. Hier werden weniger illegale Dinge vertickt, als vielmehr Sachen verkauft, die in der normalen Welt keinen Platz haben: von Tieren abseits der Norm, Tattoos die im Dunklen leuchten oder Artefakten, die übernatürlich angehaucht sind. Hier findet jedes schwarze Herz was es begehrt.
Gerade diese Location fand ich grandios gewählt: Gänsehaut inklusive. Es war einfach spannend all die verschiedenen Dinge zu sehen und sich immer tiefer in die Dunkelheit zu begeben. Mit fließendem Fortlauf und ohne viel Tra-ra gerät das Mädchen aus gutem Haus in eine psychiatrische Klinik und spannend versucht Eli herauszufinden, was es mit ihrer toten (leicht verrückten) Tante auf sich hat. 
Auf Geschichten die mit psychischen Krankheiten zu tun haben, freue ich mich immer sehr, bin aufgrund meiner eigenen Erfahrungen aber auch immer sehr kritisch. Die Autorin steigt nicht zu tief in die Materie ein, was dem kurzen Buch gut tut. Trotzdem gibt sie einen guten Überblick, schreibt nie herablassend und schafft es auch hier und da mal eine amüsante Zeile in die gruseligen Erlebnisse einzustreuen.

Caroline schreibt insgesamt sehr wunderbar realistisch. Ich konnte den Zeilen leicht folgen und mit einfachen Mitteln wurden die verschiedenen Situationen von ulkig bis gruselig angepasst.

Elenora ist genau mein Fall Protagonistin. Sarkastisch, zynisch und mit einer Liebe zum Absurden. Sie hat ein gutes Herz und versucht aus jeder Situation das Beste zu machen.

Wie habe ich das Ende verflucht, ich hätte so so gern sofort weitergelesen. Es endet an der spannendsten Stelle.







Ghost sieht, wie ihr Name schon andeutet, Geister.

Besonders die spannungsreiche Stimmung und die Gruselelemente haben den ersten Teil von Elenoras Geschichte zu meinem vorläufigen Highlight der Aurora Reihe gemacht.

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